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Alina testet alle FITSEVENELEVEN-Kurse

Date

23.12.2019

Category

INSIGHT

Tags

/KURSE

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Kurs im Test: Bauchkiller

Uhrzeit: Sonntag, 10:45 Uhr
Zeitfaktor: 30 Minuten
Mitbringen: Handtuch, Wasser und einen nicht zu vollen Magen
Muskelkater hinterher (Skala 1-10): 8,5

Unser Selbsttest: FITSEVENELEVEN stellt sich für Euch auf den Prüfstein und schickt unser Mitglied Alina in den nächsten Wochen in alle Kurse, die wir in unseren Clubs anbieten. Und zwar gnadenlos in alle – Alina hat sich bereit erklärt, sogar an HOT IRON teilzunehmen und freut sich auf schweißtreibende Stunden, jeden einzelnen Kurs und einen topfitten Body…

„Dass Sport Mord ist, hat dieser Kurs bereits im Namen: Bauchkiller. So hoffe ich allein beim Lesen des wohlklingenden Namens inständig, dass sich mein Bauch auch nach der halben Stunde noch lebendig an meinem Körper befindet.

Da bin ich also wieder: Eine motiviertes Neumitglied, das exklusiv für Euch alle Kurse testen darf. Wir haben Sonntagvormittag und der Kursraum ist voll. Voll mit Sportbegeisterten, die ihre Körpermitte stärken und natürlich die besten Voraussetzungen für ein Sixpack schaffen wollen. Das erkenne ich schnell, denn neben Frauen sind hier auch immerhin drei Männer. Freigelegt wird das Sixpack dann aber nicht hier, sondern über eine strenge Ernährung. Sexy Bauchmuskeln erscheinen bei Männern erst ab unter 12% Körperfettanteil, bei Frauen ab etwa 22% bis 18%. Man braucht also ein Wahnsinns-Durchhaltevermögen.

Bevor ich also von definierten Bauchmuskeln träume, steht noch einiges an Arbeit an, vor allem dieser Bauchkiller-Kurs. Zu Beginn legen wir uns mit dem Rücken auf unseren Matten ab, winkeln die Beine an und beginnen mit einer Abfolge von verschiedenen Crunches oder zur deutsch Bauchpressen. Die Körperhaltung ist besonders wichtig und Trainerin Paulina kontrolliert, dass wir nicht schummeln. Unser Rücken muss ununterbrochen in die Matte gepresst werden. Das verhindert ein Hohlkreuz und fordert die geraden Bauchmuskeln, die in der Fachsprache als musculus rectus abdominis bezeichnet werden. Unsere Hände sind nur locker hinter den Ohren positioniert und unterstützen den Kopf nur ganz leicht. Auf keinen Fall sollen wir am Kopf ziehen. Dann heben wir unsere Schulterblätter ab und ziehen unseren Oberkörper Richtung Knie. Dies wiederholen wir, bis es ordentlich brennt.

Schon nach kurzer Zeit merke ich aber: Mein Kopf wird immer schwerer und droht, abzubrechen, sofern ich nicht schleunigst irgendetwas ändere. Die immer schwerer werdende Belastung der Crunches geht mir komplett auf den Nacken. Trainerin Paulina weiß Rat und empfiehlt, einen gedanklichen Tennisball unter mein Kinn zu klemmen und den Blick schräg nach oben zu richten. Und tatsächlich, mit dem bloßen Gedanken ändert sich meine Kopfhaltung und der Nacken wird entlastet.

Nach den klassischen Crunches folgen verschiedene Variationen. Für die seitlichen Bauchmuskeln bewegen wir beispielsweise den rechten Ellenbogen überkreuz zum linken Knie und umgekehrt (Crisscross-Crunches). Wir strecken unsere Beine Richtung Decke – allein das bereitet mir schon Schwierigkeiten, denn meine Beine sind alles andere als gestreckt – und berühren unsere Füße mit den Händen.

Für Situps legen wir unsere Beine flach auf den Boden und heben den Oberkörper komplett ab, bis wir aufrecht sitzen. Aber, wichtig, ohne die Beine vom Boden abzuheben! Einer der Männer im Kurs, beklagt sich bei Trainerin Paulina, dass das nicht möglich sei. Seine Begleiterin zeigt ihm, dem durchtrainierten Bodybuilder, wie leicht sie sich aufsetzen kann, mühelos und komplett mit den Beinen am Boden. Davon kann sich der arme Kerl wohl noch eine Scheibe abschneiden.

Zusätzlich zum Bauch muss aber immer der Rücken gestärkt werden, erklärt Paulina. Eine Minute lang halten wir die Plank. Die Minute ist sehr lang, und endet gefühlt nie. Kurz ablegen, eine aufrechte Liegestützposition einnehmen und abwechselnd Knie erst gerade dann über kreuz zum Ellbogen bewegen. Mein Bauch kann nicht mehr und ich bin mega erleichtert, als wir es endlich geschafft haben.

Wehe dem, der mich die Tage nach dem Bauchkiller-Kurs zum Lachen brachte. Ich habe noch tagelang jede noch so kleine Muskelfaser gespürt.