Search
Generic filters
Exact matches only
Interview mit Influencer und Fitness-Model Nam Vo

Date

30.07.2020

Category

LIFE

Tags

/PEOPLE

Mit eisernem Willen

Heute haben wir uns mit einem neuen Mitglied unserer FITSEVENELEVEN Community unterhalten, mit dem wir in Zukunft eng zusammen arbeiten werden – wer ihn also noch nicht kennt, wird ihn bald häufiger bei uns treffen! Die Rede ist von Fitness-Model und Instagram-Blogger Nam Vo.

Ob Markenbotschafter, Trainer, angehender Schauspieler oder Influencer, was der 28-jährige anpackt, gelingt ihm auch. Der sportbegeisterte Eppertshäuser mit asiatischen und afro-amerikanischen Wurzeln schaffte es, sich in wenigen Jahren mit eiserner Disziplin und einem selbst erarbeiteten Trainingsplan, von einem untergewichtigen Jungen in einen durchtrainierten Mann zu verwandeln, der schon das Cover der Men’s Health zierte. Inzwischen trainiert er in unseren Bodyclubs und stand auch schon für unsere hauseigene Modekollektion vor der Kamera. Wir durften Nam einige Fragen über seinen Werdegang, sein Training und sein Privatleben stellen; aber lest selbst!

 

Hallo Nam! Vielen Dank, dass Du Dir Zeit genommen hast, um uns und unseren Lesern Rede und Antwort zu stehen! Wir haben ja schon einiges über Dich lesen können, interessieren uns aber trotzdem noch brennend für einige, vielleicht nicht so bekannte Facts über Dich…

 

Vor einigen Jahren warst Du ja bei Deiner Körpergröße von 187 cm mit 62 kg noch ziemlich schlank. Gab es denn DEN speziellen Auslöser, bei dem Du gesagt hast „Jetzt fange ich an zu trainieren“?

Ja, den gab es tatsächlich. Mein starkes Untergewicht machte mir damals besonders zu schaffen. Dadurch wurde ich auch oftmals gemobbt und ein entscheidender Moment lies mich den Entschluss fassen, etwas zu ändern. Ein demütigender Moment auf einer Party von einer Freundin – damals packte ein Kumpel jedem im Kreis an die Brust und bei mir schrie er laut „Oh, hast Du aber eine Hühnerbrust, Nam“ daraufhin lachten alle anwesenden Gäste. Das war der Moment, in dem ich anfing, mich ändern zu wollen.

 

Hast Du vor Deinem „Neustart“ überhaupt Interesse an Sport gehabt? Wenn ja, welche Sportarten hast Du betrieben?

Ich hatte schon immer eine recht hohe Affinität zum Sport, da er mir stets sehr viel Spaß bereitet hat. Angefangen von Fußball, Tischtennis, Breakdance, Kampfsport bis hin zum BMX Biken, habe ich alles schonmal ausprobiert.

 

Haben Deine Freunde Deine disziplinierte und lange Sportbegeisterung unterstützt oder gab es auch Gegenstimmen?

Von Anfang an gab es hauptsächlich Gegenwind; besonders stark von meiner Familie. Keiner hat damals auch nur einen Funken Glauben in mich gesetzt oder mich ernst genommen. Nebenbei habe ich angefangen Zeitung auszutragen, damit ich mir mein Eiweiß und die Gebühren für das Fitnessstudio leisten konnte. Das waren damals 50,- € und im Endeffekt war es nur ein Kraftbereich mit verrosteten Gewichten, nicht flüssig laufenden Geräten und null Know-How-Transfer.

Ich weiß noch, ich war immer der Erste der kam und der Letzte der ging. Ich bekam so lange Gegenwind, bis ich anfing, einen Erfolg nach dem anderen zu feiern und es nicht mehr abzustreiten war, dass meine harte Arbeit sich ausgezahlt hatte. Ich erinnere mich zurück, dass ich einige Sommer lang nicht ein einziges Eis gegessen habe und selbst bei den heißesten Sommertagen, wo alle am See oder im Freibad waren, alleine im Studio trainiert habe.

t

War es harte Arbeit, sich den sehr strikten Ernährungsplan zu erarbeiten und so viel über Ernährung zu lernen? 

Ja, die war es in der Tat. Damals gab es eben auch nicht alle verfügbaren Quellen und Möglichkeiten wie heutzutage. Ich musste mich selbst sehr viel eigeninitiativ belesen und vor allem auch sehr viel in der Praxis ausprobieren, testen und durchziehen. Recherchen über Recherchen. Dafür war ich dann irgendwann an einem Punkt, an dem ich meinen Körper perfekt kennengelernt habe und somit seit über 6 Jahren im Stande bin, ohne jegliches Tracken, meinen Körper immer in Topform zu halten. Heute bin ich selbst Dozent für den Teilbereich der Ernährungsberatung (auch vegan).

 

Du bist ja inzwischen eine Social Media Bekanntheit, Fitness-Coach und Model. Ist es das, wo Du hinwolltest oder hast Du schon weitere Ziele gefasst?

Das „waren“ in der Tat Ziele, die ich mir einmal gesteckt hatte. Mit der Ernennung zum Men’s Health Head Coach und die Geschichte, die ich mit meinem Cover (1. asiatisches Covermodel auf einem deutschen Titel) schrieb, habe ich zumindest in dem Bereich meine Ziele erreicht. Des Weiteren möchte ich irgendwann mal an mein Erfolgsdebüt auf NETFLIX von 2018 anknüpfen und zukünftig in Hollywood aber auch in Deutschland auf der Leinwand und im TV durchstarten. Dadurch werden sich zwangsläufig auch die anderen, zuvor benannten Ziele, weiter ausbauen. Es ist schon zeitnah etwas cooles geplant, darauf dürft ihr euch freuen.

 

Wir sind ja sehr stolz, Dich seit einiger Zeit bei FITSEVENELEVEN als Mitglied begrüßen zu dürfen. Wie kam es dazu, dass Du in unsere Clubs gekommen bist?

Das war ein witziges Ereignis: Ein ehemaliger Trainerlizenz-Prüfling, der bei mir die Prüfung bestanden hat, hat angefangen, bei FITSEVENELEVEN zu arbeiten und mir dann bei Gelegenheit die neue Apparel Kollektion vorgeschlagen; so kam dann schließlich eins zum anderen. Vor 2 Jahren war ich aber bereits schon bei einem Casting für eine Kampagne zu Besuch.

 

Gibt es Übungen oder auch ein Gerät, mit dem Du am liebsten dort trainierst?

Ich muss an dieser Stelle sagen, dass die FITSEVENELEVEN-Studios top ausgestattet sind. Die Geräte dort bereiten mir unheimliche Freude und es macht sehr viel Spaß damit zu trainieren. Das sage ich jetzt, weil ich in einem nicht annähernd vergleichbaren Gym sozusagen groß geworden bin, in dem es nicht mal einen Bruchteil dieser Gerätschaften gab, die man heute in den FITSEVENELEVEN-Studios vorfindet. Es ist ein absolutes Privileg!

 

Dein wöchentlicher Trainingsplan ist bestimmt genau festgelegt. Kannst Du uns etwas hierüber erzählen?

Momentan arbeite ich in einem 5-Split mit einer A- und B-Variante, damit meine Muskeln bei wirklich jeder Einheit bis an die Grenze getrieben werden. Montags sind beispielsweise Rücken, Bizeps und die unteren Bauchmuskeln dran. In Woche A starte ich am Latzug, in Woche B mit Klimmzügen. Abwechslung ist beim Muskelaufbau also wichtig, vor allem die Progression. Bei der Trainingsplangestaltung spielen übrigens auch praktische Dinge eine Rolle: Weil die meisten Gym-Gänger montags aufs Brust-Training setzen, starte ich die Wochen mit einer anderen Muskelgruppe. So sind „meine“ Geräte frei. Allerdings ist es für mich mit 5 Einheiten à 2 Stunden noch nicht getan. Nach einem samstäglichen Ruhetag kommt am Sonntag ein 90-minütiges Cardioprogramm hinzu, welches ich nach einer Stunde mit 30 Minuten Mobility und Yoga-Übungen ergänze.

Meinen Trainingsplan könnt Ihr hier nachlesen: www.menshealth.de/krafttraining/die-5-wichtigsten-tipps-fuer-massive-muskeln/

t

Wie sah Dein Training während des Lockdowns aus? Hast Du Dir da etwas Ruhe gegönnt?

Das Privileg einer solch langen Pause habe ich leider nicht mehr. Da es zu meinem Alltag und gleichzeitig zu meinem Job gehört, habe ich versucht das Beste aus der Situation zu machen. Ich habe mir vorausschauend 2 Tage, bevor es zum finalen Lockdown bzw. der Schließung der Gyms kam, im Keller ein komplett eigenes Gym aufgebaut. Somit konnte ich die Zeit der Quarantäne wunderbar überbrücken. Wer will, findet immer einen Weg und eine Lösung – wer nicht will, findet Ausreden.

 

Hast Du nützliche Workout-Tipps, die Du Anfängern gerne mit auf den Weg geben möchtest?

Man muss seinen Lifestyle ändern, man muss sich darüber im Klaren sein, welches Ziel man verfolgt. „Tagsüber trainieren, abends saufen“ – ist beispielsweise eher kontraproduktiv. Auch den Glauben an sich selbst darf man nicht unterschätzen, sowie die Vision dahinter. Die Übungen ausführen, das Gewicht auflegen und den Eiweißshake trinken kann jeder; aber das unterscheidet Dich nicht von anderen, sondern das große Ganze, nämlich dass Du gewillt bist, mehr dafür zu tun. Die Einstellung, der Wille, die Disziplin und das Mindset.

Ganz wichtig: Bemüht Euch erst um die richtige Ausführung statt um ein hohes Gewicht!!!

 

Wie streng setzt Du Deinen Trainingsablauf z.B. im Urlaub um? Gibt es überhaupt noch Zeit, entspannt wegzufahren?

Ob ich entspannen kann oder nicht hängt nur von meiner Psyche ab. „Mind over Matter“ lautet meine Devise. Wenn ich die Option habe, schaue ich natürlich danach, ob es Möglichkeiten gibt zu trainieren. Falls nicht, bin ich einfach kreativ und gehe „back to the roots“. Bodyweight-Übungen können richtig umgesetzt ebenfalls sehr effektiv sein und problemlos für den Muskelerhalt sorgen. Wichtig ist, dass man im Urlaub oder auf Reisen nicht nur seine Physis trainiert, sondern auch seine Psyche, die hier absolut im Vordergrund steht.

 

Gibt es etwas, dass Deine 250.000 Follower nicht von Dir wissen und was Du uns verraten kannst?

Zu Anfang meiner Karriere vor 3 Jahren und zu meinen Studienzeiten habe ich einen Kredit aufgenommen, mich verschuldet mit 10.000 – wurde reingelegt und abgezockt, 3-4 Jobs gehabt, unter Mindestlohn gearbeitet, ein kaputtes Bett zum Schlafen gehabt, nur 5€ gehabt, um mit Freunden unterwegs zu sein und mehr Gegenwind, als man sich vorstellen kann – das war mein absolut größtes Down im Leben.

Aber ich werde stets unweigerlich weitermachen. Ihr dürft gespannt sein was bald kommt und ich freue mich wahnsinnig darauf, alles Weitere ebenfalls mit Euch teilen zu können.

 

Besuche Nam auf Instagram, Facebook oder YouTube!